Mankee im Interview

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HUWND: Hallo, wir freuen uns, dich interviewen zu dürfen! Wir haben ein paar Fragen vorbereitet, die wir dir gerne stellen wollen.

Mankee: Hallo zusammen! Ich hab mich sehr über die Interview-Anfrage gefreut und bin schon gespannt, welche Fragen ihr mir stellt.

HUWND: Erzähl doch erstmal ein wenig über dich!

Mankee: Mein bürgerlicher Name ist Moritz Wagner und ich bin 23 Jahre alt. Am 20. September 1990 bin ich in Lautaro/Chile geboren und ein paar Tage nach meiner Geburt von meinen jetzigen Eltern adoptiert worden. Bis 2012 habe ich dann glücklich in Ludwigsburg, nähe Stuttgart, gelebt und bin im September 2012 nach Palma de Mallorca gezogen um Medienmanagement zu studieren. Ansonsten höre ich neben dem Studium gerne Musik (natürlich Hands Up, aber auch Trance und Happy/UK Hardcore), produziere Musik, designe Grafiken und flitze gerne mit dem Skateboard durch Palma.

 

HUWND: Wie bist du dazu gekommen Hands Up zu produzieren?

Mankee: Puh … das ist eine sehr lange Geschichte, ich versuch mich kurz zu fassen: Ungefähr 2007 hat der Jumpstyle-Hype angefangen. 2008 hab ich dann auf MyVideo das erste Jumpstyle-Video gesehen und war sofort von dem Tanz und der Musik unglaublich fasziniert. Deswegen hab ich mich dann einer Jumpcrew angeschlossen und mich entschlossen Jumpstyle zu lernen. Durch die vielen Jumptreffs, auf denen auch Hands Up lief, erhielt ich meinen ersten Kontakt mit Hands Up. Davor kannte ich zwar schon ein paar Hands Up-Künstler und Titel, kannte das Genre aber nicht als solches.

2008 habe ich dann eine Ausbildung zum Musik- & Sounddesigner gemacht und bin dadurch mit dem Produzieren so richtig in Fahrt gekommen. Zu dieser Zeit sind dann auch schon die ersten Songs entstanden, die aber eher so eine Mischung aus Jumpstyle und Trance waren und auch noch nicht wirklich gut produziert. Da ich schon immer den Drang hatte mich zu verbessern, habe im Netz nach einem Musikportal gesucht, um Feedback zu bekommen. Ich bin dann auf MyOwnMusic gestoßen. Dort bin ich die Genres durchgegangen, um meinen Sound zuordnen zu können und bin dann durch Zufall auf Hands Up gestoßen. Mir hat das so gut gefallen, dass ich mich entschlossen habe dem Genre zu verschreiben. Ich habe mich in Hands Up selbst gesehen, weil es diese krasse Lebensfreude und Fröhlichkeit ausdrückt.

 

HUWND: Wann ist dein erster Track entstanden und wie lange produzierst du schon?

Mankee: Ich mache schon seit ungefähr 2005 Musik am Computer. Ich weiß aber nicht, ob man das produzieren nennen kann. Ich glaube experimentieren trifft es schon eher. Damals habe ich Sounds im „Magix Music Maker“ gebastelt und bin dann später auf die Idee gekommen, mal ein bisschen mit Jumpstyle zu experimentieren. Den gewünschten Sound habe ich damals aber nie hinbekommen, weil das Programm etwas eingeschränkte Funktionen hatte und ich auch noch nicht das Wissen dazu gehabt habe. Als ich dann 2008 mit meiner Musik- & Sounddesigner Ausbildung anfing, kam ich mit Apple Logic Pro 8 in Berührung. Mein erster richtiger Hands Up Track ist dann 2009 entstanden und heißt „Only You And Me“.

HUWND: Bist du jemand, der sehr lange und äußerst genau an einem neuen Track arbeitet?

Mankee: Ja! Ich würde mich selbst als Perfektionisten bezeichnen. Erst wenn bei einem Track alles richtig sitzt, dann wird er verschickt oder veröffentlicht. Das Produzieren eines Tracks kann manchmal bei mir Wochen dauern, aber in der Regel 1-2 Wochen, und wenn der Sound nicht so ist, wie ich ihn haben möchte, werde ich manchmal leicht depressiv. Meine Mitmenschen heitern mich aber immer zu Glück auf.

HUWND: Hast du Produzenten, die du als Vorbild siehst oder bei denen du dir sogar etwas abschaust?

Mankee: Meine Vorbilder sind vorallem Alex Megane, Bass-T, Master Blaster, DJ Shog, Megara vs. DJ Lee, Alex K. und viele Trance-Legenden wie DJ Quicksilver, Bart Claessen, Binary Finary, Cosmic Gate und Future Breeze. Ich versuch natürlich meinen eigenen Sound zu erschaffen, was übrigens sehr schwierig ist, dennoch orientiere ich mich auch an einigen Produzenten, aber auch an Zeiten in denen der ein oder andere Sound gerne benutzt wurde. Besonders verrückt machen mich immer die guten alten Acid-Sounds, die auch ab un zu Platz in meinen Produktionen finden.

 

HUWND: Werden wir in Zukunft Neues aus deiner Richtung hören? Wenn ja, magst du uns ein kleinen Tipp geben was als nächstes kommt?

Mankee: In Zukunft wird auf jeden Fall noch Einiges kommen. Momentan bin ich wieder dran ein paar Songs zu schreiben, werde aber warscheinlich ganz alte unreleasete Songs wieder auspacken. Mal schauen, vielleicht werden sie dann auch released.
 
HUWND: Welchen Track, den du produziert hast, magst du am meisten? – Zeige uns doch mal eine Produktion von dir!
 
Mankee: Eigentlich gefallen mir alle meine Produktionen, trotzdem mag ich meine Single „Away“ am meisten. Damit verbinde ich viele lustige und spannende Momente, die während der Produktionszeit passiert sind, bishin zu meiner ersten Veröffentlichung auf einer CD. Diese Produktion gefällt mir auch sehr gut: Noisegate Project feat. Elaine Winter – Bounce To The Beat (Mankee Remix) (auf Amazon kaufen)
 

HUWND: Was denkst du über die aktuelle Hands Up Szene und wie meinst du wird sie sich in Zukunft entwickeln?
 
Mankee: Ich denke die Hands Up Szene wird Ihren Weg gehen. Natürlich hat das öffentliche Interesse abgenommen, aber das durchlebt jedes Genre, das einmal einen Höhenflug hatte und deswegen geht auch nicht die Welt unter. Sicher haben einige große Hands Up Projekte, wie zum Beispiel: Cascada, Master Blaster oder Groove Coverage Hands Up aufgegeben, aber auch nur weil sie auf das Geld angewiesen sind. Hands Up ist einfach nicht mehr so Mainstream, wie es in den 2000er Jahren war und das merk man natürlich auch bei den Einnahmen. Trotzdem, so lange es Menschen gibt, die Hands Up hören, es produzieren und unterstützen, wird Hands Up auch nicht sterben. Deswegen immer optimistisch sein. Ich glaube sogar fest daran, dass es auch irgendwann einmal wieder einen Hands Up-Boom geben wird.
 
 
HUWND: Dann danken wir dir recht herzlich für das Interview! Hast du denn noch Fragen an das Projekt “Hands Up Will Never Die” oder möchtest du uns etwas mit auf den Weg geben?
 
Mankee: Ich möchte mich auch herzlich bei euch bedanken! Und ja ich möchte euch auch etwas mit auf den Weg geben: „Kümmert euch weiterhin so gut um Hands Up, denn viele Fans brauchen solche Portale wie euch, die ihnen die Musik und die Künstler näher bringen. Macht weiter so, ich wünsche euch weiterhin alles Gute und viel Erfolg!“
 
HUWND: Aber natürlich! Wir geben unser Bestes um unserem Motto treu zu bleiben!
 

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