SUNSET PROJECT im Interview

Sunset Project (facebook.com/SunsetProject)
Sunset Project (facebook.com/SunsetProject)

HUWND: Hallo, wir freuen uns, dich interviewen zu dürfen! Wir haben ein paar Fragen vorbereitet, die wir dir gerne stellen wollen.

SUNSET PROJECT: Moin. Vielen Dank dafür. Ich hol mir noch eben schnell nen Kaffee.. Und dann wollen wir mal 🙂

 

HUWND: Erzähl doch erstmal ein wenig über dich!

SUNSET PROJECT: Was wollt Ihr denn wissen? Ich bin SUNSET PROJECT. Regulär heiße ich Kai und komme aus dem Hamburger Umland. War das „ein wenig“ genug? 🙂

HUWND: Wie bist du dazu gekommen Hands Up zu produzieren?

SUNSET PROJECT: Ich arbeite schon seit vielen Jahren in der Danceszene und mit vielen Handsupgrößen. Unter anderem habe ich über viele Jahre ein sehr erfolgreiches Hamburger DJ-Projekt gemanagt und war hier an der Entstehung von 23 Singles und 3 Doppel CD-Alben beteiligt. Und aufgrund dieser täglichen „Feierschweinerei“ kam dann irgendwann die Eingebung „mach das doch für Dich selbst auch“.  War ganz einfach. Also.. die Idee 🙂

 

HUWND: Wann ist dein erster Track entstanden und wie lange produzierst du schon?

SUNSET PROJECT: Die erste Single kam 2008. „Nobodys Diary“, eine Coverversion aus 1983 von Yazoo. Die hab ich jeden Morgen im Radio gehört und mir irgendwann gedacht „die is cool, die muss man mal machen“. Auf einem Gig in Bochum lernte ich dann einen Produzenten kennen, der noch mehr Studioerfahrung hatte als ich – und dann gings auch schon los. Danach folgten einige Jumpstyle-Remixe für Bangbros, Master Blaster usw. und dann halt alle Weiteren.

 

HUWND:  Bist du jemand, der sehr lange und äußerst genau an einem neuen Track arbeitet?

SUNSET PROJECT: Man wird natürlich von Produktion zu Produktion selbstkritischer und genauer und feilt ständig an einem Track. Manchmal auch ZU viel 🙂 Es ist durchaus schon vorgekommen, dass ein Song, der viele Monate, Nerven und Bier brauchte, zum finalen Ende dann doch wieder verworfen wurde. Aber das kennt wohl auch jeder der Kollegen zur Genüge :))

Ich bin nicht der Typ, der NUR an Trends festhält und daran herumkopiert. Ich will für mich immer etwas Eigenständiges, mit dem ich mich selbst identifizieren kann. Und das dauert manchmal, man hat ja nicht immer kreative Phasen 🙂

 

HUWND:  Hast du Produzenten, die du als Vorbild siehst oder bei denen du dir sogar etwas abschaust?

SUNSET PROJECT: Ja – meinen direkten Studiopartner, der mich nahezu ständig ertragen muss. Seine Geduld hätte ich auch gern 😀
Grundsätzlich aber ist jeder Musikproduzent für mich ein absolutes Vorbild, der mit dem, was er macht, Erfolg hat. Wir haben ganz hervorragende „Propheten im eigenen Land“!!! Und genau deshalb sollten deutsche Produktionen durchaus mehr Support bekommen.
Auf dem internationalen Sektor gibt es auch einige „Götter“ für mich – allerdings aus ganz anderen musikalischen Richtungen.

 

HUWND: Werden wir in Zukunft Neues aus deiner Richtig hören? Wenn ja, magst du uns ein kleinen Tipp geben was als nächstes kommt?

SUNSET PROJECT: Die Single „WONDERLAND“ ist ja nun gerade raus, die nächste Nummer ist aktuell noch eine Baustelle. Aber sie kommt.. 😉

 

HUWND:  Welchen Track, den du produziert hast, magst du am meisten? – Zeige uns doch mal eine Produktion von dir!

SUNSET PROJECT:  Schwierige Frage, denn letztlich steckt ja in jedem Song etwas „ich“. Aber wenn ihr mich so fragt: WELCOME BACK war schon die schönste Nummer, nicht zuletzt der Message „es muss wieder besser werden“ wegen. Dicht gefolgt von NESSAJA und PARTYFREAKS.
 
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HUWND:  Was denkst du über die aktuelle Hands Up Szene und wie meinst du wird sie sich in Zukunft entwickeln?

SUNSET PROJECT: Jede Musikrichtung – ob House, Hardstyle, Hardcore, Schlager oder Jazz – hat ihre Daseinsberechtigung und ihre Anhänger. So auch Handsup und Dancemusik natürlich. Das wird so bleiben und das ist gut so. Wie es weitergeht, kann ich natürlich nicht prophezeien. Letztlich liegt das an Euch Musikfreaks da draußen, die für diese Musikrichtung die Fahne hochhalten und sie in erster Linie dadurch unterstützen, dass Handsup-Tracks gekauft werden. Damit unterstützt ihr die Produzenten – und somit die Musik.

 

 
HUWND:  Dann danken wir dir recht herzlich für das Interview! Hast du denn noch Fragen an das Projekt “Hands Up Will Never Die” oder möchtest du uns etwas mit auf den Weg geben?
 
SUNSET PROJECT: Ich danke Euch!
Was ich Euch mit auf den Weg geben will: Ihr alle sitzt doch jeden Tag vor dem Rechner. Nutzt die Zeit und seid Supporter der Musik! Einen knappen Euro für einen Song auszugeben tut wirklich nicht weh.
Ansonsten: „don’t drink and drive“ und „hppy wknd“. Danke für das Interview 🙂

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